L’Ostéo4pattes

057 – Nachricht von Sonnabend, dem 29. November 2008

Créé le : Dienstag 16. Juni 2009 von Doris Rudinger, Patrick Chêne

Dernière modificaton le : Mittwoch 6. Dezember 2017

Zu den herausragenden Termini in der Osteopathie gehört der der Kraft der medullären Traktion (KMT).

Er betrifft ein weites Feld von wichtigen Krankheitsbildern beim sich im Wachstum befindlichen Tier (und Menschen...).

Wir haben alle das Phänomen der Ascension des Rückenmarks gelernt. Sie kommt dadurch zustande, dass die Wirbel auf Wachstumshormone reagieren und das Rückenmark nicht. Die Wirbelsäule wächst dadurch schneller als das in ihr enthaltene Rückenmark. Das hat folgende Konsequenzen:
- den Pferdeschweif (Cauda equina)
- den Endfaden (Filum terminale), der aus der Pia mater gebildet wird und immer an den Steissbeinwirbeln ansetzt
- der Markkegel (Conus medullaris) endet beim Hund in Höhe des 7.Lendenwirbels, beim Pferd am 1.Kreuzbeinwirbel und am 2.Lendenwirbel beim Menschen.

zur Abbildung: es handelt sich um eine Zeichnung aus dem Osteopathiekurs der ENVN (Ecole Nationale Veterinaire de Nantes) von Claire Douart, auf dem der Markkegel und der Endfaden dargestellt sind.

C’est un phénomène physiologique, automatique et qui comme tout mécanisme corporel peut, s’il ne s’effectue pas correctement, engendrer des pathologies....

Es handelt sich dabei um einen physiologischen Prozess, der automatisch von statten geht, und wie alle anderen Körperphänomene auch, Krankheiten verursacht, wenn er nicht ordnungsgemäss abläuft...

Aber welche ?

Wenn ich mich nicht irre..., habe ich in meiner Ausbildung nie etwas zu dieser Frage gelesen. Ein Artikel von Antonio Ruiz de Azua Mercadal (Osteopath in Barcelona) jedoch zeigt da interessante, neue Wege auf.

Die reine Physik ist hier beteiligt:
- Das Hauptproblem, welches auftreten kann, ist ein Hinterherhinken der Anpassung des Rückenmarks an den Zug und die daraus resultierende Spannung, die durch das Wachstum der Wirbel verursacht wird.
- Ein zu starker Zug bewirkt eine Veränderung der Krümmungen und Gestalt der Wirbelsäule.
- Die Spannung im Rückenmark kann so weit gehen, dass Nervenzellen zerstört werden und neurologische Störungen oder eine Syringomyelie verursacht werden.

Hier ist der Vergleich mit einer Perlenkette sehr hilfreich. Wird der Faden der Kette verkürzt (das entspräche einem stark gespannten Rückenmark), werden die Perlen verformt (hier die Wirbel), falls sie verformbar sind (A). Sind sie nicht deformierbar, werden die Krümmungen der Wirbelsäule verstärkt (B) oder aber der Faden franst aus (C).

Entsprechend:
- dem Zeitpunkt des Ereignisses (Wirbel noch knorpelig oder schon verknöchert)
- der Kraft, die als Zug wirkt (normalerweise 20-40g, pathologisch bis 400g)

könnte das Krankheiten folgender Arten hervorrufen:

- bei A) Deformationen der Wirbel: Platybasie (Abplattung der Schädelbasis), Arnold-Chiari-Syndrom, Wobbler-Syndrom...
- bei B) Skoliose, Karpfenrücken...
- bei C) Krämpfe, Syringomyelie, Hydrocephalus.

Diese Aufzählung scheint als solche weit entfernt von unseren ״gewöhnlichen Denkmustern״ zu sein, ist aber dennoch auch sehr verlockend.

Doch die Messung der KMT ist schwierig zu realisieren in Form von:
- Messung der Abweichung der Position des Markkegel (Conus medullaris) im Körper, wofür Röntgen- und Scanneraufnahmen nichts nützen.
- in vivo-Messungen während eines chirurgischen Eingriffes...!

Die Osteopathie jedoch mit ihren Weichteiltechniken vermag gleichzeitig die Phänomene zu untersuchen und zu behandeln...

Zukünftige Beiträge werden helfen, diese Dinge an Hand von klinischen Fällen besser zu verstehen.

Mehr zu diesem Thema finden Sie in folgenden Artikeln und in deren Bibliographien:

http://www.revue-osteo4pattes.eu/spip.php ?page=recherche&recherche=FTM



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