L’Ostéo4pattes

052 – Nachricht von Sonnabend, dem 14.Juni 2008

Der Craniale Rhythmische Impuls (CRI = primäre Atmung)
Créé le : Mittwoch 1. Juli 2009 von Doris Rudinger, Stephan Cayre

Dernière modificaton le : Sonntag 3. Dezember 2017

  Der Craniale Rhythmische Impuls (CRI = primäre Atmung)

In einer der letzten Veröffentlichungen wurde der Craniale Rhythmische Impuls (CRI) als eine Konsequenz der Tensegrität behandelt. (http://www.revue-osteo4pattes.eu/spip.php ?article342). Hier soll mehr der mechanische und historische [1] Aspekt im Mittelpunkt stehen. Er wurde manches Mal angefochten, stellt aber dennoch eine grundlegende Basis der osteopathischen Praxis dar. Es ist nicht ganz leicht sich ihm zu nähern, sowohl im intellektuellen Verständnis, als auch in der klinischen Praxis. Wir werden hier die diesbezüglichen anatomischen Grundlagen eingehend behandeln.

Der CRI ist eine Bewegung (Fluktuation) der Hirnrückenmarksflüssigkeit, die man mit geschulter Hand erfühlen kann und die 8-12 mal pro Minute erfolgt. Diese Bewegung nimmt ihren Ursprung in den Hirnventrikeln und im Subarachnoidalraum, indem sich deren Volumina durch die dem nervösen System inhärente Eigenbewegung ändern.

Diese Eigenbewegung ist synchron mit den Bewegungen an der Hinterhauptssymphyse und an den nicht paarigen Schädelknochen (Flexion und Extension, also eine axiale Bewegung) und an den peripheren Schädelknochen, wie z. B. den Schläfen und Stirnbeinen, die hingegen eine Rotationsbewegung ausführen (erst extern, dann intern).

Die Struktur, die das dynamische Gleichgewicht dieser Bewegung aufrechterhält, wird aus dem Ensemble der Hirnhäute, besonders der Hirnsichel (Falx cerebri) und dem Kleinhirnzelt (Tentorium cerebelli) gebildet. Letztere spielen die Rolle von Membranen mit reziproker Spannung (Zuggurtungssystem).

zur Abbildung: Was macht er da?... für einen nichtosteopathischen Tierarzt ist es in der Tat schwierig, dieses Fühlen zu verstehen. Aber man kann es erlernen und es gibt wertvolle Informationen über den Schädel... Aber nur durch ausdauerndes Üben vermag man, seine Sensibilität so sehr zu verfeinern, dass man die Einschränkungen am Stirnbein erkennt. (Foto von P.Chêne)

Erinnern wir uns, dass die Hirnsichel schädelseitig am Stirnkamm, der Crista galli, der medianen Crista ethmoidale und dem Siebbeinfortsatz (Processus ethmoidales) ansetzt. Nach hinten endet sie an der inneren Hinterhauptsprotuberanz. Das Kleinhirnzelt setzt schädelwärtig an den Processûs clinoideûs des Keilbeins, weiter hinten an den seitlichen Hinterhauptskämmen (Cristae occipitales internae) und seitlich am oberen Rand der Pars petrosa der Schläfenbeine an. Der Ansatz der Sichel auf dem Kleinhirnzelt bildet eine Linie, die für Osteopathen sehr bedeutsam ist. Sie nennen sie ״Sutherland-Fulcrum״, nach dem Entdecker des CRI in den 30er Jahren.

Bei der Einatmung bewegt sich die kraniale Ansatzlinie der Hirnsichel nach hinten, das Kleinhirnzelt hingegen nach vorn.

Die Hirnhäute haben keine wirklichen knochigen Ansatzpunkte ab dem dritten Halswirbel bis zum zweiten Sakralwirbel. Deshalb setzen sich alle Bewegungen, die im Schädel an den Hirnhäuten ausgelöst werden, bis zum Kreuzbein fort. Dort zeigt sich der CRI dann als axiale Verschiebung (Flexion und Extension) zwischen den Darmbeinen.

Ausserdem wird der CRI durch die Bindegewebe, die die Hirnhäute und die Dura mater fortsetzen, an den gesamten Organismus weitergeleitet, was interessante Möglichkeiten der funktionellen Diagnostik eröffnet.

Die Untersuchung der Veränderungen des Rhythmus in Bezug auf seine Geschwindigkeit, seine Frequenz und seinen Zyklus, bringt dem Osteopathen Aufschluss über kranielle Störungen, aber auch über andere, sogar Organstörungen. Und hilft ihm, geeignete Lösungen zu finden.

Aber das ist schon wieder ein neues Thema...

Aktuelles

Eine Arbeitsgruppe, die vom SNVEL (״Nationales Syndikat der freiberuflichen Tierärzte״), der Tierärztekammer, den Veterinärschulen, den privaten Ausbildungsstätten für Tierärzte und Tierarztvereinen gebildet wurde, hat sich am 23.Mai in der DGER (״Generaldirektion für Bildung und Forschung״) getroffen, um über folgende Themen zu diskutieren:
-  ein Referendum der osteopathischen Tierärzte
-  ein Diplom zum osteopathischen Tierarzt, welches in verschiedenen Schulen und mittels VAE (״Nachweis der erworbenen Erfahrungen״) von Tierärzten, die bereits in dieser Richtung praktizieren, erworben werden kann. Das sind erst Anfänge. Endgültige Resultate werden wahrscheinlich erst 2010 zu erwarten sein, aber es ist ein Vorhaben, welches, wenn es wirklich zu Ende geführt wird, eine enorme Bereicherung dieses Berufsbildes darstellt.

siehe auch: http://www.revue-osteo4pattes.eu/sp...

 Anmerkungen:

[1] ״The Cranian Bowl״, Sutherland



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