L’Ostéo4pattes

060 – Nachricht von Sonnabend, dem 30. Januar 2009

Asymmetrie der Gangarten bei einem fünfjährigen Wallach
Créé le : Donnerstag 11. Juni 2009 von Doris Rudinger, Patrick Chêne

Dernière modificaton le : Sonntag 3. Dezember 2017

Kayed ist ein fünfjähriger Vollblutaraber. Trotz des gelungenen Einreitens und einem erfolgreichen Ausdauertrainings, zeigt er asymmetrische, unregelmässige Bewegungen in den verschiedenen Gangarten, die seinen Trainer beunruhigen, da sie eine Behinderung bei Ausdauerläufen darstellen können. Das Pferd ist ausserdem sehr mager und will einfach nicht zunehmen.

Insbesondere, und das ist in diesem Moment am deutlichsten erkennbar: wenn er im Rondell an der Longe rechtsherum läuft, zeigt sich eine starke Steifheit der rechten Hinterhand. Die Vorderbeine scheinen nicht richtig weit auszuholen.

Er wurde wiederholt klassisch klinisch untersucht, ohne dass ein Anhalt für diese Symptome gefunden werden konnte. Eine osteopathische Behandlung hatte keinen dauerhaften Erfolg gebracht.

So wurde eine Hospitalisation beschlossen, um mehrere osteopathische Behandlungen hintereinander auszuführen und die Entwicklung genaustens verfolgen zu können.

Bei der ersten Untersuchung bereits zeigt sich ein Syndrom erhöhter KMT (Kraft der medullären Traktion = erhöhter Zug am Rückenmark ).

Die Diagnostik erfolgt manuell mittels eines Zugangs vom Gewebe aus (Technik, in der eher gedrückt wird als gezogen). Die maximalen Spannungspunkte befinden sich an den beiden Extremen des Nervensystems:

- auf dem Siebbeinknochen in der Nähe des Hahnenkamms (Crista galli), dem Ansatzpunkt der ״Hirnsichel״ (falx cerebri)
- auf den ersten Steissbeinwirbeln, dem Ansatzpunkt des Endfadens des Rückenmarks (Filum terminale).

In diesem Fall ist die Krankheitsursache eine Störung der neurologischen Funktion des Rückenmarks durch ein Übermass an Spannung auf das Rückenmark; ganz in Übereinstimmung mit dem Prinzip der Tensegrität, nach dem eine ausgestreckte Zelle weniger Enzyme produziert. Im Allgemeinen zeigt sich dieses Problem noch deutlicher auf den Krümmungspunkten der Wirbelsäule und an den Verdickungen des Rückenmarks (intumescentiae), dort wo die Nerven für die Gliedmassen das Rückenmark verlassen. Im Fall von Kayed ist diese Spannung verantwortlich für:

- die Steifheit der rechten Hinterhand
- die eingeschränkten Bewegungen der Vorderbeine
- die Magerkeit.

Die Verbesserung der Fortbewegung stellt sich nach einigen Behandlungen rasch ein und nimmt allmählich zu, wobei sie klassischerweise einen Durchlauf durch eine kleine Behinderung der Kniescheibe nimmt, die immer dann auftaucht, wenn die Bewegungen des Beckens an Amplitude gewinnen und der Quadriceps (M. quadriceps femoralis) sich noch nicht genügend verlängert hat, um diesen grösseren Spielraum zu ermöglichen.

Zwei Monate später hatte er deutlich zugenommen, ohne dass die Nahrungsmenge erhöht worden war. Seine Gangarten sind harmonisch geworden. Dermassen schön, dass sein Verkäufer aus Dubai ihn sogleich in sein Heimatland mitnahm...



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